Ein spannender Limesführer für Kinder
Speziell für junge Leser haben sich Schüler des Gymnasium Beilngries die spannende Abenteuerreise an den Limes zur Zeit der Römer ausgedacht. Mit bunten Figuren, wie dem Soldaten Flavius und dem Germanen Kunolf, die ihre persönliche Geschichte erzählen, zahlreichen Malbildern, Rätseln und Kochrezepten tauchen die kleinen und großen Leser ein in eine spannende Abenteuerreise zurück in die Römerzeit. Neugierig machen auch die Bilder und Tipps für viele Ausflugsmöglichkeiten am Wochenende oder in den Sommerferien.
17 ehemalige Schüler des ersten G8-Jahrgangs haben erst vor kurzem ihr Abitur abgeschlossen und nun auch ihr letztes großes Schulprojekt beendet: ein eigens verfasstes Buch „Spurensuche am Limes“ haben sie herausgegeben und der Öffentlichkeit präsentiert. „Im Rahmen des P-Seminars Latein unter der Leitung von Barbara Werthner, haben wir in den vergangenen beiden Jahren dieses Buch verfasst, gestaltet und finanziert“, zeigen die Schüler stolz das Produkt der jahrelangen Mühe.
Der Limesführer „Spurensuche am Limes – Mit Flavius den Grenzwall entdecken“ ist speziell für junge Leser, Familien und Schulklassen konzipiert worden. Er soll den Lesern interessante Einblicke in die Welt der Römer und Germanen am Limes ermöglichen. Dabei werden in verschiedenen Kapiteln bedeutende römische Bauwerke aus der Umgebung, wie die Kastelle in Böhming oder in Pfünz und natürlich auch der Limes selbst vorgestellt. Außerdem erfährt man, was der Limes eigentlich ist und wie die Römer und Germanen entlang des Grenzwalls lebten.
„Ein eigenes Buch zu veröffentlichen, dazu gehören viele, viele kleine und große Arbeitsschritte, eine Menge Zeit, langwierige Korrekturarbeiten und reichlich Kontaktpflege mit potentiellen Förderern und zukünftigen Lesern“, zeichnete Barbara Werthner als Leiterin des Projektes den mühsamen Weg der Schülerinnen und Schüler auf.
Die Texte und Bilder wurden von den Schülerinnen und Schülern selbst entwickelt, geschrieben und gezeichnet. Die Autorengruppe unter der Leitung von Stefanie Sieger aus Kipfenberg trug archäologische Befunde und neue Forschungsergebnisse zusammen. Wissenschaftlich wurden sie dabei unterstützt von dem bayerischen Limeskoordinator Dr. Jürgen Obmann und Dr. Christof Flügel von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen.
Verantwortlich für die Abteilung „Verlag“ war Laura Regensburger aus Herrnsberg/Greding, die Illustrationen übernahm Rebekka Gerschütz aus Beilngries. Die schwierige Aufgabe von „Marketing und Finanzierung“ übernahm Stefan Schmidtner aus Eglofsdorf. Er konnte Fördergelder und Zuschüsse von den LimesGemeinden, dem Landkreis Eichstätt und dem Bayrischen Landesverein für Heimatpflege akquirieren und damit den größten Teil der Druckkosten abdecken. Nachdem ein Darlehen vom Elternbeirat des Gymnasium Beilngries zugesagt war, konnte das Buch mit einer Auflage von 1.000 Exemplaren in Druck gehen.


